
… ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die weltweite
Abschaffung der Todesstrafe einsetzt.
… wurde am 28. August 2000 gegründet.
… arbeitet ausschließlich ehrenamtlich.
… finanziert sich einzig durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.
… konzentriert sich vor allem auf die USA, u. a. weil die
Sprachbarriere nicht so hoch ist wie z. B. in den arabischen
Staaten, weil Todesurteile nicht so schnell vollstreckt werden wie
z. B. in China und weil einfacher an Informationen zu kommen ist wie
z. B. in Japan.
... möchte dennoch auch über die Todesstrafe in anderen Staaten
aufklären.
… engagiert sich in der direkten Gefangenenbetreuung.
… hat sich außerdem zum Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit über den
wahren Charakter der Todesstrafe zu informieren.
Unser großes Ziel ist die weltweite Abschaffung der Todesstrafe,
da wir diese für inhuman und menschenverachtend halten. Für ALIVE e.
V. stellt die Todesstrafe an sich eine Menschenrechtsverletzung dar
und das in absolut JEDEM Fall.
Bis dieses große Ziel erreicht ist, liegt ein Schwerpunkt unserer
Arbeit in der direkten Gefangenenbetreuung. Das Motto von ALIVE e.
V. ist: Wir arbeiten mit den Gefangenen und nicht für die
Gefangenen! Gemeint damit ist, dass wir den Gefangenen eine Art
Hilfe zur Selbsthilfe anbieten.
Wir unterstützen die Gefangenen dabei, Kontakte zur Außenwelt
herzustellen. Diese Kontakte sollen einerseits dabei helfen, dem
Gefangenen die Möglichkeit zu geben, durch regelmäßigen Austausch
mit dem Brieffreund der Isolation des Todestrakts ein wenig zu
entkommen, aber diese Kontakte dienen andererseits auch dazu, dem
Gefangenen ein Stück weit „normales Leben" vorzuleben und so dabei
helfen - ein häufig gestörtes - Sozialverhalten zu wecken und zu
stärken.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im Bereich
Bildung/Information. Durch Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit
möchten wir über den wahren Charakter der Todesstrafe aufklären und
eine auf Fakten basierende Meinungsbildung unterstützen.
Obwohl wir unseren Fokus vor allem auf die USA legen, möchten wir
auch über andere Staaten mit Todesstrafe informieren.
ALIVE e. V. will durch sein Engagement gegen die Todesstrafe auf
keinen Fall Gewaltverbrechen verharmlosen oder Gewaltverbrecher
idealisieren!
Einem Menschen das Leben zu nehmen, ist eines der schlimmsten
Verbrechen, für das es keine Entschuldigung gibt. Wenn wir nach
Erklärungen suchen, wie es dazu kommen konnte - wie z. B. eine
schlimme Kindheit oder Drogensucht, so dienen diese Erklärungen
nicht dazu, die Schwere der Tat in Frage zu stellen oder
Entschuldigungen zu suchen, sondern einzig dazu aus diesen
Erklärungen zu lernen, um in Zukunft präventiv handeln zu können.
Wir glauben daran, dass auch Gewalttäter unter Umständen eine zweite
Chance bekommen sollten, wenn sie ihre Strafe verbüßt haben. Jedoch
haben wir z. B. bei Trieb- und Wiederholungstätern auch kein Problem
mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe ohne Begnadigungsmöglichkeit,
da der Schutz der Gesellschaft hier an erster Stelle steht.
Wir versichern den Angehörigen von Verbrechensopfern, dass wir die Opfer und deren Familien und Freunde nicht vergessen. Den Opfern und ihren Angehörigen gehört unsere tiefe Sympathie und wir möchten sie in der schwersten Zeit ihres Lebens nicht allein lassen. Deshalb stehen wir gern zum Gespräch bereit.