
30. Oktober 1990 - Versicherungsagent, Lawrence Mill, wird in seinem Auto vor der American Legion Post 66 in Griffith erschossen. Es gibt keine Augenzeugen.
30. Oktober 1990 - 2,5 Stunden später - Rhonda L. Hammersley wird auf dem Parkplatz einer Tankstelle in Cedar Lake, wo sie als Verkäuferin arbeitet, erschossen. Eine Augenzeugin beobachtet den Mord und beschreibt den Täter als jungen Weißen mit langen strähnigen Haaren.
13. Dezember 1990 - Harchand Singh Dhaliwal (54) wird bei seiner Arbeit in einer Tankstelle erschossen. $ 327,55 fehlen in der Kasse.
15. Dezember 1990 - Marie Meitzler, wird an der Rezeption eines Motels in Portage, wo sie arbeitet, erschossen. Aus der Kasse fehlen $ 467.
15. Dezember 1990 - Sechs Minuten später - wird Ora L. Wildermuth an einem Geldautomaten vor einer Bank erschossen.
15. Dezember 1990 - Eine Stunde später - Robert S. Kotso überlebt verwundet die Schüsse auf seine Highway-Mautstation.
18. Dezember 1990 - Die Brüder Eli und George
Balovski werden am späten Nachmittag in einem an ihre Schneiderei in
Gary angrenzenden Gebäude erschossen. Sie sind die letzten Opfer.
Alle wurden mit einer Schrotflinte getötet.
[Quelle: Post Tribune 30.1.1991]
Nach den Angaben der Augenzeugin des zweiten Mordes wurde ein Phantombild gefertigt, mit dem man nach dem "Schrotflintenmörder" suchte.

Am Abend des 28. Januar 1991 wird Antwion McGee nach einem
Überfall verhaftet, bei dem er einen Mann mit einer Pistole
angeschossen hatte. Er sagt, Obadyah sei dabei gewesen - was stimmt.
Später sagt er der Polizei Obadyah Ben-Yisrayl sei der gesuchte
Schrotflintenmörder. Ben-Yisrayl wird in der selben Nacht verhaftet.
Bei der Polizei wird er in einem Endlosverhör zermürbt und sagt
schließlich, was man von ihm hören will. "I did it, fuck it, I did
it all." - Ich habe es getan... Ich habe alles getan. Er war am Ende
seiner Kräfte und wollte nur eines - die Tortur beenden. Außerdem
glaubte er, die Wahrheit würde schnell ans Licht kommen, da ja die
ganze Zeit nach einem Weißen gesucht worden war.
1. Prozess für die beiden Morde am 30. Oktober 1990
Eine Augenzeugin sagt aus, dass Ben-Yisrayl nicht der Täter ist. Obwohl die Staatsanwaltschaft das "Geständnis" präsentiert, wird Ben-Yisrayl durch die Jury freigesprochen.
2. Prozess für die einen Mord und den versuchten Mord am 15. Dezember 1990
Ein Augenzeuge sagt aus, einen weißen Mann mit etwas gesehen zu haben, dass wie eine Schrotflinte aussah. Trotz des Geständnisses wird Obadyah Ben-Yisrayl abermals freigesprochen.
3. Prozess für den Mord am 13. Dezember 1990 und einen der Morde am 15. Dezember 1990
Diesmal steht Ben-Yisrayl einer gesamt weißen Jury gegenüber.
Obwohl ein Zeuge aussagt, nach der Schießerei an der Tankstelle
einen weißen Mann gesehen zu haben, wird Obadyah Ben-Yisrayl dieses
Mal verurteilt und erhält die Todesstrafe.
- In diesem Fall wurde Ben-Yisrayl in der Berufung ein neuer Prozess
zugesprochen -
4. Prozess für die Morde am 18. Dezember 1990
Obwohl es keine rechte Verbindung zwischen Ben-Yisrayl und dem
Tatort gibt, wird er abermals verurteilt. Die Geschworenen
entscheiden gegen die Todesstrafe, aber der Richter verhängt sie
trotzdem.
Eine Zeuge, der vor der Schießerei einen weißen Mann - ähnlich dem
Phantombild - vor der Schneiderei gesehen hatte, sagt nicht im
Prozess aus.
- Dieses Todesurteil wurde in der Berufung in 120 Jahre Haft
umgewandelt. Eine Berufung gegen die 120 Jahre Gefängnis wurde Ende
August 2008 abgelehnt. -
29. Juni 2009
Der Oberste US Gerichtshof hat es abgelehnt den Fall von Obadyah trotz überwältigender Beweise für seine Unschuld anzuhören. Damit bleibt ihm nur noch der Punkt unzureichende Verteidigung, dass der Anwalt nicht die vorgegebenen Standards eingehalten hat.
Dezember 2005
Das 7. Bundesberufungsgericht entschied zugunsten von Obadyah. Damit ist ihm ein neuer Prozess sicher.
24. August 2003
Der Staat bekommt Zeit, um Berufung einzureichen
Ein Bundesrichter hat dem Staat Indiana mehr Zeit gegeben darüber
nachzudenken, ob er gegen dessen kürzlich erfolgte Aufhebung in
Berufung gehen will.
23. Juli 2003
Der zuständige Richter hebt das Todesurteil und die Verurteilung
vom Porter County Prozess auf. - Siehe 3. Prozess -
Das bedeutet einen neuen Prozess - der Staat kann allerdings gegen
die Entscheidung in Berufung gehen.
Juni 2002
Ende Juni 2002 hat der Oberste Gerichtshof der USA im Fall "Ring
gegen Arizona" entschieden, dass Geschworene und nicht Richter über
das Strafmaß entscheiden müssen.
In Obadyahs vierten Prozess hatten die Geschworenen, auf eine
lebenslange Haftstrafe entschieden und der Richter hat trotzdem das
Todesurteil verhängt. Dieses Urteil wird nach der Ringentscheidung
in der Berufung sicher aufgehoben werden.

früherer Name:
Christopher Peterson
geboren am:
20. Januar 1969 in Indiana
verhaftet:
in der Nacht vom 28. zum 29. Januar 1991
22.02.2011: Urteil in lebenslange Haft umgewandelt
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Obadyah Ben-Yisrayl
# 922005
W.V.C.F.
P. O. Box 1111
Carlisle, IN 47838
USA
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