
Der Fall des Staates
Jailhouse-Snitches
Weitere Zeugen des Staates
Der Fall der Verteidigung
Zeugen der Verteidigung
Was vor Gericht nicht gehört wurde
Nebenbei bemerkt...
Interessantes über den Richter
Fazit/Einschätzung
Larry Davis hatte am 27.08.88 eine Verabredung mit Suzanna
Hoadley; er wollte Sex, sie wollte nicht. Sie ließ ihn glauben, mit
ihm in ein Motel zu gehen, fuhr auf dem Weg dorthin zu einer
Tankstelle. Während er den Wagen betankte, rief sie die Polizei, um
ihn wegen versuchter Vergewaltigung anzuzeigen. Davis floh … Das war
zwischen 1.00 Uhr und 2.00 Uhr am 28.08.1988.
Davis lief zu einem Lebensmittelladen, wo er mit dem Opfer Dawn
Holman sprach. Sie erlaubte ihm schließlich, bei ihr mitzufahren.
Seltsam ist, dass Davis auch wegen Entführung angeklagt wurde, dem
wird durch die Aussage des Verkäufers des Lebensmittelladens
widersprochen, der gesehen hat, wie sich Holman von ihrem Sitz zur
Beifahrerseite herüberbeugte, um die Tür für Davis zu öffnen. Der
Staat geht davon aus, dass irgendwann auf dieser Fahrt Davis das
Steuer übernahm, auf den Goldplatz fuhr, Holman vergewaltigte (auch
anal) und erwürgte.
Es wurden eine Reihe von DNA-Beweismitteln sichergestellt und auch
ein größeres Messer, das Holman zum Schutz bei sich trug. Es wurden
Proben von Davis und Holmans Freund zum Vergleich genommen.
Sagte, Davis sei zu ihm gekommen, habe den Mord an Holmann gestanden. Sagte dies, nachdem er – aus dem Gefängnis entlassen – wegen Drogen zum vierten Mal wieder verhaftet wurde.
Sagte zuerst, Davis habe gesagt: „Ich habe sein Genick
gebrochen.“ Änderte dann seine Aussagen dahingehend, dass Davis den
Mord an Holman gestanden hat. Davis hat Fisher nur ein Mal gesehen
und das, als er nach der Verhaftung seine Matratze und seine Decke
usw. ausgehändigt bekam.
Hilfssheriff Troy Roberts behauptete, er habe das Geständnis
gegenüber Fisher gehört, als er 13,5 m entfernt stand.
Die Hilfssheriffs Troy Roberts und James Adams wollen dann noch
gehört haben, wie Davis gegenüber einem weiteren Snitch Charles
Hanson gestand.
Hanson wiederum hat versucht, in Kontakt mit der Verteidigung zu
kommen, weil er von den Leuten vom Büro des Bezirksstaatsanwaltes
gebeten wurde, gegen Davis auszusagen. Zuerst hatte er zugestimmt,
aber als man einen Teil seinen Deals nicht mehr gewähren wollte,
änderte er seine Meinung. Bis heute hat niemand Hanson befragt.
Es gibt auch einen Briefwechsel zwischen Staatsanwaltschaft und Snitch Theodore Streeter, der auch behauptete, Davis habe gestanden. Er sagte nicht im Prozess aus, nachdem man herausfand, dass er im Gefängnis in der 3. Etage untergebracht war, während Davis in der 1. Etage „wohnte“.
Er präsentierte ein Kleidungsstück vom Opfer (Rock) mit
Spermaspuren; diese stammten von einem „Non-Sekretor“. Anzumerken
ist, dass Davis Sekretor ist.
In den USA sind 80 % Sekretor und 20 % Non-Sekretor. Der
Sekretorstatus ist unabhängig von der Blutgruppe. Es gibt also z. B.
Blutgruppe A Sekretor und Blutgruppe A Non-Sekretor. Sekretor
bedeutet, dass Blutgruppen Antigene auch in anderen
Körperflüssigkeiten wie Speichel enthalten sind.
sagte in der Voranhörung, er habe reichlich Spermaspuren gefunden. Nach einem Gespräch mit Dr. Edwin Jones sagte er im Prozess, er habe nur eine Spermaspur gefunden. O’Halloran testete auch das Blut am Messer von Holman. Dieses Blut gehörte NICHT zu Davis und wurde nicht weiter getestet. Dr. O’Halloran sagte in seinen ursprünglichen Notizen, dass Holman aller Wahrscheinlichkeit nach von einem Rechtshänder erwürgt wurde – Davis ist Linkshänder. Als dies bekannt wurde, verschwanden die Notizen … Dr. O’Halloran sagte in der Voranhörung, die Aftertemperatur des Opfers wurde mit 30,56 Grad Celsius gemessen, später änderte er seine Aussage auf 29,44 Grad Celsius. Auf diese Weise wurde der Todeszeitpunkt auf ca. 3.00 Uhr morgens gelegt. Das Opfer wurde letztmalig um 1.00 Uhr gesehen und um 5.00 Uhr gefunden. Dr. O’Halloran sagte aus, er habe ein SCHWARZES Haar unter dem Gürtel des Opfers gefunden.
fand blaue Fasern unter dem Ring des Opfers. Davis trug eine schwarze Levis und ein grau-weißes langärmeliges Shirt. Vargas (der Lebensmittelhändler) sah an dem Morgen jemanden in blau, seine Beschreibung passt zu Myron Ashley Reid. Dr. Jones sprach von einem Haar und einem Haarfragment, die er auf dem Oberkörper des Opfers fand. Diese Haare seien rötlich gewesen und würden zum Schamhaar von Davis passen.
notierte zuerst, sie habe vier Spuren von Kokain in vier Untersuchungen gefunden und in zwei dieser Untersuchungen Spuren von „Meth“. Später änderte sie ihre Aussage, sagte, sie habe nichts gefunden, was relevant in Bezug auf die Version der Verteidigung ist, dass es bei dem Mord um Drogen ging.
sagte aus, er habe Drogen bei den Sachen des Opfers gefunden. Er ist ein Fingerabdruckexperte und sagte auch, dass keine der nicht identifizierten Fingerabdrücke im Auto des Opfers oder an anderen Dingen zu Davis passten. Es wurde auch ein Schuhabdruck am Wagen – rechte Tür in Griffhöhe – und ein weiterer über dem rechten Fenster gefunden. Diese Abdrücke waren frisch und man geht davon aus, dass jemand gewaltsam in das Auto wollte. Scott sagte aus, diese Abdrücke haben nicht exakt zu den Schuhen gepasst, die Davis in der Nacht trug. Der Schuhabdruck soll Größe 11-12 gewesen sein, Davis hat Größe 9.
sah selbst keine Schuhabdrücke am Auto. McKendry sagte auch, der
Polizeifotograf sei zu sehr in Eile gewesen, um Fotos von den
Schuhabdrücken zu machen.
Anmerkung: Es sagten eine Reihe von Leuten über DNA-Tests aus. Diese
waren entweder keine wirklichen Experten auf exakt diesem Gebiet
oder mussten zugeben, nicht das gesamte Testprotokoll durchgeführt
zu haben (was die Testergebnisse unzuverlässiger macht). Weiterhin
muss angemerkt werden, dass zur damaligen Zeit die DNA-Technik nicht
mit dem heutigen Stand verglichen werden kann. So wurde damals -
auch im Fall von Davis - die RFLP Technik angewendet, deren frühe
Form heute als fragwürdig eingeschätzt wird, weil sie die
Wahrscheinlichkeit der Übereinstimmung als zu hoch annimmt.
Er sagte aus, dass er nichts mit Drogen zu tun hat, dass er am Morgen nicht unterwegs war, dass er Holman nicht kannte und auch Emanuel Manson nicht und Davis nur ein Mal zuvor gesehen habe.
An Abend zuvor hatte Larry Suzanna Hoadley in einer Bar getroffen
und sie lud ihn zu ihrer Geburtstagsfeier am nächsten Abend ein. Es
gab keine richtige Feier, nur noch eine Freundin war dabei, die
fuhren sie nach Hause. Sie küssten sich, doch als Hoadley sagte, sie
sei eigentlich lesbisch, spuckte Larry sie an, weil er homosexuelle
überhaupt nicht mochte, hatte schlechte Erfahrungen mit der
lesbischen Mutter seiner Exfrau gemacht. Hoadley war sauer, sie
fuhren zu einer Tankstelle, wo sie - während Larry tankte - die
Polizei rief und ihn der Vergewaltigung bezichtigte.
Larry lief weg, ging zu einem Lebensmittelladen, wo er eigentlich
ein Taxi rufen wollte. Der Operator gab ihm keine Nummer, weil er
keine Taxigesellschaft nennen konnte. Emanuel Manson erschien. Larry
Davis fragte ihn nach einer Mitfahrgelegenheit, um zu seinem Wagen
zurückzukommen. Er fuhr dann schließlich beim späteren Opfer - Dawn
Holman - mit, die Manson kannte. Manson folgte in seinem Wagen.
Später stieß Myron A. Reid hinzu, von dem Larry wusste, dass er mit
Drogen handelte, und ein weiterer Mann, dessen Beschreibung zu Steve
Cramer, dem Exfreund von Holman passt. Holman und Reid stritten
sich. Larry stieg in das Auto von Manson, die anderen drei fuhren in
Holmans Auto weiter. Sie landeten irgendwann auf dem Golfplatz. Dort
verlor Reid - der Holmans Wagen fuhr - die Kontrolle über diesen und
fuhr gegen Pfosten. Holman wurde voll von dem Pfosten erwischt, weil
sie halb aus dem Auto lehnte und aus dem Auto geschleudert. Sie war
schwer verletzt.
Sie hatte Probleme zu sprechen, aber riet Larry Davis zu
verschwinden. "Lauf, lauf. Er hat eine Waffe."
Reid zog die Waffe und richtete sie auf Davis. Aus reinem Reflex
trat Davis die Waffe aus der Hand und gegen Reids Oberkörper, dann
rannte er davon…
Holman lebte zu der Zeit noch und war in Begleitung von drei Männern:
2. Emanuel Manson
Das Opfer wurde gegen 5.00 Uhr am Sonntagmorgen gefunden.
Befragung Davis am 29.08.1988: Er wurde im Fall Hoadley verhaftet.
In der aufgezeichneten Befragung spricht Davis über das, was
wirklich zwischen ihm und Hoadley passiert ist. Er versucht, nichts
über Holman zu sagen, da er am nächsten Morgen auf der Arbeit von
einem Fremden mit einer Waffe gewarnt wurde, nichts über das zu
sagen, was mit Holman passiert ist. Dieser Fremde gab an, im Namen
von „Ashley“ zu sprechen. Davis wusste zu diesem Zeitpunkt nicht,
dass Holman tot war.
sagte aus, dass das Labor des Staates schlecht gearbeitet hätte, es wurden z.B. nicht die notwendigen Testprotokolls befolgt und es sagte außerdem, dass weder Blut- noch Sekretorstatus von Davis zu den meisten „Abstrichen“ passen.
sagte über die unzureichenden Tests des Staates aus. Die Arbeit von Cellmark – das Labor des Staates – wurde angezweifelt.
sagte auch über die unzureichenden Tests des Staates aus, es
wurden zu viele Fehler gemacht. Die Arbeit von Cellmark wurde auch
von ihm angezweifelt.
Anmerkung: In allen Anklagepunkten "Vergewaltigung" wurde auf "nicht
schuldig" befunden und alle Sodomie Beweise/Analabstriche stammten
von einem "Non-Sekretor". Davis ist Sekretor. Danach kann Davis
NICHT derjenige gewesen sein, der Sodomie am Opfer beging. Der
Staatsanwalt ist der Meinung, derjenige, der für die Sodomie
verantwortlich ist, ist für das gesamte Verbrechen verantwortlich...
Danach kann Davis es NICHT gewesen sein!!!
war eine langjährige Freundin vom Opfer und kannte Holmans
Drogengebrauch. Holman brauchte täglich zwischen 40-60 Dollar für
Kokain – Bugg gab zu, selbst Drogen zu nehmen. Wusste, dass das
Opfer einigen Leuten Geld schuldete wegen Drogen. Holman und ihrem
Freund David Jones war deshalb auch schon von dem Paar Audie und
Laurie angedroht worden, man werde sie umbringen, wenn sie nicht
zahlen.
Sie sagte bei der Polizei über die Drogenprobleme von Holman aus und
dass sie vielen Dealern Geld schuldete. Sie sagte, dass man ihr auf
der Polizei gesagte habe, dies sei kein Drogenfall, als sie darüber
sprach und keine Infos hatte, die Davis mit dem Verbrechen in
Verbindung brachten.
Bugg machte vor allem auf den Ort aufmerksam, an dem man das Opfer
gefunden habe. Das war ein abgelegener Ort, wo sie sich immer
trafen. Sie sprach davon, dass sie beide (Bugg und Holman) häufiger
an der Olivas Adobe Road Drogengeschäfte abwickelten.
Schlussfolgerung daraus war für Bugg, dass Holman den/die Täter gut
kannte.
Bugg wurde von Laurie gewarnt, besser nichts zu sagen, da das alles
größer ist als sie denkt und große Leute involviert sind usw. Sie
hatte Angst, auszusagen.
sagte aus, dass Holman viel Kokain von ihm kaufte.
hat seit 4,5 Monaten mit Holman im Haus ihrer Mutter gewohnt. Am
besagten Abend (27.08.) hatten Holman, Jones und ein Freund Rick
Evans zusammen zu Hause getrunken. Sie waren zu dritt im
Lebensmittelladen, um mehr Alkohol zu bekommen, erstmals gegen 23.30
Uhr und dann noch einmal gegen 2.00 Uhr. Ein drittes Mal verließ
Holman nach einem Telefonat allein das Haus, sagte, sie wolle
Zigaretten holen. Zuvor hatte sie sich umgezogen und kehrte nicht
zurück. So auch Evans Aussage. Er erwähnte außerdem einen
Telefonanruf von Steve Cramer am Freitagabend vor dem Mord, der sie
aufgeregt hat. Es hatte in der Zeit vor dem Mord mehrere Anrufe von
Cramer gegeben, in denen er Holman bedrohte.
Jones sagte auch, dass Evans bei der Polizei sagte: „Motherfucker,
Motherfucker Steve [Cramer - Exfreund Holman], man, I swear to God.“
Evans gab den Ausspruch später zu. Außerdem erwähnte Evans gegenüber
Jones bei der Polizei, dass Holman erwürgt wurde, BEVOR jemand über
die Todesart sprach.
Cramer sagte, sie hätten eine „großartige Beziehung“ gehabt, bis er Holman und Jones (dem damaligen Freund) im Bett erwischte. Cramer gab auch zu, dass er glaubte, sie würde nur bei ihm bleiben, wenn er sie mit Kokain versorgt. Im Sommer 1988 hat er sie gewürgt, er wusste, dass sie ungedeckte Schecks für Drogen ausstellte und sagte es ihrer Mutter und das etwas dagegen getan werden müsse. Er sprach Drohungen gegen Holman aus, sagte, sie schulde ihm Geld und drohte auch Jones. Cramer sagte, er wisse nichts von dem Mord, hörte erst Montagmorgen gegen 2.00 Uhr davon.
Hogue sagte, Myron Ashley Reid habe Holman getötet. Er kam am
frühen Morgen nach dem Mord zu ihr und sagte wiederholt, dass er
etwas wirklich Falsches getan habe. Er sagte, er habe Angst und
wollte es nicht. Reid soll erklärt haben, es war ein Unfall während
eines Spiels und dass er, wenn er high ist Sodomiespiele mag. Hogue
sagte, Reid hat sie an diesem Morgen vergewaltigt auf dieselbe Art
und sagte, sie könne froh sein, dass seine Arme sie nicht so
umklammerten wie die andere Frau. Reid hatte einen Kratzer auf
seiner Brust, tat Eis drauf. Er sagte, das käme von einem Schlag von
Anthony Irvins Freund (Larry Davis) in der Nacht. Reid hatte in der
Nacht eine Waffe bei sich …
Sie sagte nichts, bis es zum Prozess gegen Davis kam und sie
aussagen sollte. Da erzählte sie den Polizisten davon, was Reid
gesagt hatte. Sie nahmen Hogue nicht ernst, beschimpften sie als
drogenabhängige Prostituierte. Hogue sah wie die Polizisten am
selben Tag mit Reid sprachen, später kam dieser im Hogues Motel und
schlug Hogue und drohte sie und den (gemeinsamen) Sohn zu töten,
falls sie nicht schweigt. Man hatte sie danach nie um eine Aussage
gebeten.
Hogue kennt Davis, er und ihr früherer Freund Anthony Irvin haben
auf den Ölfeldern gearbeitet … Hogue sagt auch aus, dass Davis gern
high ist, aber nicht auf Analsex steht, weil er es schmutzig findet.
Sie sagte auch, dass sie große Angst habe und gar nicht wusste, dass
Davis im Todestrakt ist. Sie dachte er habe nur eine Gefängnisstrafe
erhalten… Sie sagte, sie wolle ihm helfen „weil er diese Frau nicht
ermordet hat.“ Sie wolle, dass dieser Alptraum endet…
war eine Exfreundin von Reid und sagte im Prozess aus. In der 1997-Aussage gab sie zu, dass ihre Prozessaussage nicht vollkommen korrekt war. Sie sagte, sie könne sich nicht an diese bestimmte Nacht erinnern, aber es sei normal gewesen, dass Reid spät in der Nacht unterwegs war, um irgendwelche Geschäfte zu erledigen, im Prozess hatte sie das noch bestritten.
sprach von Schüssen in der Tatnacht. Er erwähnte auch ein Gespräch, das er mit seinem Sohn irgendwann im Jahre 1992 hatte. Sohn Rick hatte Infos über Grand Splash und Leute, die in den Fall verwickelt waren.
Äußerte Zweifel an Davis Schuld. Kannte Emanuel Manson
persönlich. Abel sprach von Mansons Drogensachen und dass Manson das
Opfer kannte. Manson hatte dem widersprechend vor Gericht ausgesagt,
er habe nichts mit Drogen zu tun und kannte Holman nicht. Zur Zeit
der Befragung war Abel im Gefängnis, hatte jedoch nicht mehr lange
und wollte danach alles sagen, was er wisse, weil er nicht als
Snitch gelten wolle.
Bud Abel fühlte sich nicht sicher in Ventura County und zog noch vor
Entlassung des Sohnes nach Reno, NV. Rick Abel wurde nach seiner
Entlassung aus der Haft vor ihrem Zuhause erschossen. Danach war Bud
Abel zu keiner Aussage mehr bereit und wollte untertauchen.
sagte aus, sie habe mit einem Bekannten Lance Ferguson in der
NACHT NACH DEM MORD gesprochen. Sie waren auf dem Goldplatz und
Lance hat gesagt, da sei jemand drinnen, der seine Exfreundin
ermordet haben soll. Sie fragte: „Hat er es getan?“ Lance sagte:
„Nein, er war die ganze Nacht hier.“ Es ging um den Holman-Mord.
Laura wurde dann einem jungen Mann vorgestellt. 1,67 bis 1,72 m,
stämmig, dunkles, welliges, schulterlanges Haar, gut aussehend mit
Schnauzer. Der Mann wirkte schockiert.
Der Beamte zeigte Carey ein Foto. Sie sagte, er sah so aus, habe
aber einen Schnauzer gehabt und sein Haar sei dunkler gewesen. Es
war ein Foto von David Jones.
Der Beamte fragt, ob sie den Namen Steve Cramer (Exfreund) kennt.
Carey ist ziemlich sicher, dass der Vorname Steve war, aber der
Nachname sei nicht genannt worden. Lance habe ihr ausgesagt, dass es
bei dem Mord um einen Kokaindeal ging.
Am nächsten Morgen las Carey über den Mord in der Zeitung und sprach
mit Freunden über alles, sie rieten ihr, sich da rauszuhalten. Erst
nachdem sie in der Zeitung über den Prozess gelesen hatte, entschied
sie sich bei der Polizei zu melden.
KEINER der potentiell wichtigen Zeugen kannte Davis und so gab es auch KEIN Grund für sie zu lügen.
1984 war Davis in Schwierigkeiten geraten. Er war mit seiner
Exfrau und einem ihrer Freunde in eine tätliche Auseinandersetzung
geraten und hatte dafür 9 Monate Gefängnis erhalten. Damals war es
ein Richterprozess und der Richter war Robert C. Bradley. Mit diesem
Richter legte sich Davis an, drohte, ihm sein Wissen über sein
Drogen und Alkoholproblem an die Öffentlichkeit zu bringen. Der
Richter ordnete daraufhin an, dass Davis nach seiner Entlassung
Ventura County verlassen müsse und falls er jemals zurückkehren
würde, würde er – der Richter – dafür sorgen, dass er wieder ins
Gefängnis kommt.
Der Holman-Fall war in Ventura County. Ursprünglich war ein anderer
Richter damit betraut, doch Richter Bradley schaffte es, dass er den
Fall bekam – Interessenkonflikt!
Larry Davis Fall wurde im September 2004 durch das
3-Richter-Gremium des 9. Circuit Courts abgewiesen. Daraus ist
ersichtlich, dass sein Fall beinahe am Ende der Berufungen ist.
Aufgrund der Zeugenaussagen ist es ziemlich wahrscheinlich, dass
hinter dem Verbrechen mehr steckt als ein „zufälliger“ Mord durch
einen Fremden. Auch die physikalischen Beweise unterstützen, dass
Davis nicht der Täter ist (Linkshänder, Sekretor). Die vom Staat als
positiv dargestellten DNA-Tests aus der Zeit des Prozesses (2
Samenspuren unter vielen und das rötliche Haar) können angezweifelt
werden aufgrund der Ungenauigkeit der damaligen Tests.